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	<title>Inklusiv kommunizieren Archive | Nicole Odermatt</title>
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	<description>Mit inklusiven, korrekten und ansprechenden Texten punkten</description>
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	<title>Inklusiv kommunizieren Archive | Nicole Odermatt</title>
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		<title>Inklusive Kommunikation zu Weihnachten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicole]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 13:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inklusiv kommunizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Texte schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Adventskalender, Weihnachtsgeschenke, Besinnlichkeit – Weihnachten ist in der Kommunikation und im Marketing allgegenwärtig, obschon nicht alle dieses Fest feiern. Hier geht es darum, wie du verhinderst, dass sich Menschen durch deine Kommunikation zu Weihnachten ausgeschlossen fühlen. Du erfährst, wie du kommunizieren kannst, damit sich alle abgeholt fühlen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nicole-odermatt.ch/2023/12/13/kommunikation-weihnachten/">Inklusive Kommunikation zu Weihnachten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nicole-odermatt.ch">Nicole Odermatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Veröffentlicht am 13. Dezember 2023</p>



<p>Zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2023</p>





<p><strong>Adventskalender, Weihnachtsgeschenke, Besinnlichkeit – Weihnachten ist in der Kommunikation und im Marketing allgegenwärtig, obschon nicht alle dieses Fest feiern. Hier geht es darum, wie du verhinderst, dass sich Menschen durch deine Kommunikation zwischen Adventszeit und Jahreswechsel ausgeschlossen fühlen. Du erfährst, wie du kommunizieren kannst, damit alle abgeholt werden.</strong></p>



<p>Schaust du gerne <strong>Fussball?</strong> Magst du <strong>Weihnachten?</strong> ⚽🎄🎉 Was denkst du, was haben die beiden gemeinsam? Dass viele Menschen nichts damit anfangen können.</p>



<p>Bei aller Feierlaune dürfen wir eines nicht vergessen: <strong>Weihnachten hat nicht für alle denselben Stellenwert.</strong> So wie Fussball nicht jede:n interessiert.</p>



<p>Denn obschon das «Christfest», genau wie der Profifussball, heute kommerzialisiert ist und dadurch <strong>der religiöse Charakter abnimmt,</strong> bleibt es trotzdem eine christliche Angelegenheit.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Vielfältige Lebensrealitäten einbeziehen</h2>



<p><strong>Wusstest du ausserdem,</strong> dass nicht alle Christ:innen Weihnachten feiern? Und auch nicht alle im Dezember, sondern einige orthodoxe im Januar?</p>



<p>Weiter verstehen inzwischen <strong>viele christlich sozialisierte Menschen</strong> Weihnachten weniger als religiöses Fest, sondern eher als Familienfest, als Tradition, als Feier der Wintersonnenwende.</p>



<p>Und was ist mit Menschen, die an Weihnachten <strong>nicht bei ihren Nächsten sein können?</strong> Oder die sich zu dieser Zeit besonders einsam fühlen? Wie wirkt der ganze Trubel auf sie?</p>



<p>Inklusive Kommunikation&nbsp;bedeutet, <strong>möglichst viele Lebensrealitäten einzubeziehen. </strong>Dazu gehört auch das Hinterfragen von Vorurteilen und vorherrschenden Konzepten. In diesem Fall dürfen wir «christozentristische» Sichtweisen und <strong>Normen dekonstruieren.</strong> Wir sollten uns bewusst werden, dass nicht alle Menschen Weihnachten feiern. Und dass diese sich ausgeschlossen fühlen könnten.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Feiertagswünsche inklusiver formulieren</h2>



<p>Natürlich muss Weihnachten deshalb <strong>nicht verschwiegen</strong> werden. Stattdessen können wir zum Beispiel <strong>sensiblere Formulierungen</strong> verwenden:<br>«Feierst du Weihnachten? Wenn ja, wünsche ich dir ein besinnliches Fest!»<br>«Falls du es feierst, wünsche ich dir frohe Weihnachten!»<br>«Allen, die es feiern, wünschen wir ein fröhliches Weihnachtsfest!»</p>



<p><strong>Neutraler bzw. weniger religiös konnotiert</strong> sind Wünsche wie «Eine erholsame Winterpause!», «Schöne Ferien» und «Alles Gute zum Jahreswechsel».</p>



<p>Jedoch kommt dazu, dass selbst <strong>«das neue Jahr»</strong> nicht überall vom 31.12. auf den 1.1. zelebriert wird wie <strong>«Silvester»:</strong><br>– das <strong>chinesische</strong> Neujahr (vor allem in Ostasien) am 10.2.24,<br>– das <strong>keltische</strong> «Samhain» vom 31.10. auf den 1.11.,<br>– das <strong>islamische</strong> Neujahr am 6. und 7.7.24,<br>– das <strong>masirische</strong> (berberische) «Yennayer» am 12. oder 14.1. usw.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Vielfalt wertschätzend kommunizieren</h2>



<p>Du siehst, da gibt es eine <strong>ganze Vielfalt an Festen neben Weihnachten und Silvester.</strong> So kannst du diese und weitere Feste <strong>in die Kommunikation einbeziehen</strong> – beruflich und privat:<br>– <strong>persönlich gratulieren,</strong> z. B. jüdischen Menschen zu Chanukkah (Lichterfest) oder Muslim:innen zu Ramadan und Fastenbrechen.<br>– <strong>auch nicht-christliche und nicht-religiöse Feste</strong> bei der internen Kommunikation berücksichtigen, etwa per E-Mail oder Chat.<br>– die <strong>Feiertage thematisieren, welche für deine Zielgruppe relevant sind</strong> – einfach nachfragen!<br>– <strong>beim Marketing aufpassen,</strong> damit es nicht zu kultureller Aneignung oder Diversity-Washing kommt – dazu braucht es mehr Wissen und Fingerspitzengefühl.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Zusammenfassung</h2>



<p><strong>Zusammengefasst</strong> kannst du in der Weihnachtszeit inklusiver kommunizieren, indem du<br>– beachtest, dass <strong>Weihnachten für viele Menschen nicht wichtig</strong> ist – aus unterschiedlichen Gründen.<br>– dir Gedanken machst, wie du <strong>Feiertagswünsche inklusiv und zielgruppengerecht </strong>formulieren kannst.<br>– eine <strong>Vielfalt von Feiertagen</strong> in die interne und externe Kommunikation <strong>einbeziehst </strong>– auch solche ohne christlichen und religiösen Bezug.</p>





<h2 class="wp-block-heading">Die konkrete Umsetzung </h2>



<p><strong>Unsicher,</strong> wie du eine inklusivere Feiertagskommunikation genau <strong>umsetzt?</strong> Ich unterstütze dich gerne als Diversity-Beraterin, Texterin und Lektorin dabei, <strong>fehler- und diskriminierungsfrei</strong> zu kommunizieren.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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		<title>Antirassistische Sprache</title>
		<link>https://nicole-odermatt.ch/2021/08/31/antirassistische-sprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Odermatt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 16:12:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antirassistisch kommunizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusiv kommunizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Anitrassistische Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kann man antirassistisch kommunizieren und mit rassistischen Äusserungen umgehen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/08/31/antirassistische-sprache/">Antirassistische Sprache</a> erschien zuerst auf <a href="https://nicole-odermatt.ch">Nicole Odermatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:43px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>In diesem Blogartikel erfährst du, wie du antirassistisch kommunizieren und mit rassistischen Äusserungen umgehen kannst. Die Geschichte des Rassismus wird genauso thematisiert wie aktuelle Beispiele. Am Schluss findest du das Interview mit Sherefedin Mussa. Er ist selbst von Rassismus betroffen und arbeitet beim NCBI. Das National Coalition Building Institute Schweiz, auch Brückenbauer-Institut genannt, setzt sich unter anderem mit Workshops für den Abbau von Vorurteilen, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art ein.</strong></p>



<p>Veröffentlicht am 30. August 2021</p>



<p>Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2023</p>





<h2 class="wp-block-heading">Triggerwarnung</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Achtung: In diesem Blogbeitrag werden sensible Themen, die aufwühlen können, besprochen. Soweit möglich werden diskriminierende Begriffe nicht ausgeschrieben. Zum besseren Verständnis und da dieser Text aufklären möchte, gibt es dennoch verletzende Wörter, die ausgeschrieben sind und daher retraumatisierend wirken können. Bitte überlege dir vor dem Lesen, ob du das momentan erträgst oder lieber hier aufhörst. </p>





<h2 class="wp-block-heading" id="rassismus-eine-art-der-diskriminierung-unter-vielen">Rassismus – eine Art der Diskriminierung unter vielen</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wie im <a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/07/16/inklusive-sprache-fragen-und-antworten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogartikel</a> «Inklusive Sprache – Fragen und Antworten» beschrieben, ist Rassismus eine von vielen Diskriminierungsformen:</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Diskriminierungsform</strong></td><td><strong>Merkmal</strong></td><td><strong>Norm</strong></td><td><strong>Abweichung</strong></td></tr><tr><td>Ableismus</td><td>Fähigkeit Behinderung Gesundheitszustand</td><td>fähig<br>nicht behindert gesund</td><td>nicht fähig<br>behindert<br>krank</td></tr><tr><td>Altersdiskriminierung</td><td>Alter</td><td>erwachsen jung</td><td>minderjährig<br>alt</td></tr><tr><td>Cis-Sexismus</td><td>Geschlechtsidentität</td><td>cis-geschlechtlich</td><td>trans-/intergeschlechtlich und nichtbinär</td></tr><tr><td>Heterosexismus</td><td>sexuelle und romantische Orientierung</td><td>heterosexuell</td><td>homosexuell, bisexuell usw.</td></tr><tr><td>Klassismus</td><td>soziale Herkunft oder Position</td><td>reich, gebildet</td><td>arm, ungebildet</td></tr><tr><td>Lookismus</td><td>Aussehen</td><td>normschön, schlank</td><td>nicht normschön, dick</td></tr><tr><td>Rassismus</td><td>«Rasse» (biologische Merkmale, aber auch Sprache, Religion, Weltanschauung, Herkunft und Kultur)</td><td><em>weiss,</em> einheimisch, christlich</td><td>People of Color, fremd, nicht-christlich</td></tr><tr><td>Sexismus</td><td>Geschlecht</td><td>männlich</td><td>weiblich, trans-/intergeschlechtlich und nichtbinär usw.</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 1: verschiedene Diskriminierungsformen</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Vorab ist wichtig zu betonen, dass <strong>wir alle in einer rassistischen Welt leben</strong> und deshalb nicht vor Rassismus gefeit sind. Das war die schlechte Nachricht, die gute lautet: Wir können etwas dagegen tun, indem wir Vorurteile und Privilegien hinterfragen (vgl. Hielscher, o.&nbsp;J.). Da wir rassistisch sozialisiert wurden, müssen wir <strong>Rassismus</strong> (und Sexismus usw.) <strong>verlernen.</strong> Doch was ist Rassismus genau?</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="definition">Definition</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Gemäss dem <strong>Nachschlagewerk «Wie Rassismus aus Wörtern spricht»</strong> fasst der Begriff verschiedene Diskriminierungsmuster zusammen, wie zum Beispiel «Rassismus gegen Schwarze Menschen, gegen Jüdinnen und Juden (Antisemitismus), gegen Sinti und Roma (Antiziganismus) und gegen Muslim_innen». Diesen ist gemeinsam, dass «zwischen Weißen und den von ihnen jeweils als ›anders‹ hergestellten Menschen und Gesellschaften» Hierarchien entstehen. <strong>Die konstruierte Minderwertigkeit der Nichtweissen basiert auf der Erfindung von körperlichen Unterschieden.</strong> Den verschiedenen «Rassen» werden dabei «bestimmte soziale, kulturelle und religiöse Eigenschaften und Verhaltensmuster zugeschrieben. Die so hergestellten Unterschiede werden verallgemeinert, verabsolutiert und hierarchisiert.» (Arndt, 2011b, S. 38–39)</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="historische-perspektive">Historische Perspektive</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Diese Prozesse beginnen im antiken Griechenland, «da bereits die Theorie zur Sklaverei von Aristoteles auf der Grundannahme basiert, Menschen ließen sich nach biologischen Kriterien unterteilen». Das Christentum übernahm die damals entstandene <strong>Farbsymbolik,</strong> wonach die schwarze Farbe der weissen unterlegen war. Das <strong>ideologische Fundament</strong> war demnach bereit, «als das <em>weisse</em> Europa im 16. Jahrhundert die Welt überfiel, sich Territorien und Reichtümer anderer Kontinente aneignete und Menschen millionenfach versklavte, deportierte und ermordete.»</p>



<p><strong>Die Kolonialisierung wurde damit legitimiert, dass der <em>weisse</em> Mann die Nichtweissen zivilisieren und modernisieren müsse.</strong> In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Ideologie von der Wissenschaft immer weiter untermauert, bis der Rassenwahn im 20.&nbsp;Jahrhundert im deutschen Genozid an Jüd:innen sowie Sinti:ze und Rom:nja gipfelte.</p>



<p>Heute erscheint die Erfindung verschiedener Menschenrassen – weiss, schwarz, gelb und rot (vgl. Hasters, 2019, S. 27) – lächerlich und die Existenz ist wissenschaftlich widerlegt, doch <strong>leider ist Rassismus noch nicht Geschichte</strong>, wie die folgenden Beispiele zeigen.</p>



<p>Unschuldige Zivilist:innen werden von der Polizei am helllichten Tag ermordet, dies wird in einer Schweizer Politsendung unter dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen» von drei <em>weissen</em> Menschen und einem Schwarzen Komiker besprochen, in einer deutschen Talkrunde finden <em>weisse,</em> privilegierte Menschen, dass das Z-Wort nicht rassistisch sei, und ein <em>weisser</em> Mann besteht auf dem M-Wort für seine Schokoküsse.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="aktuelle-beispiele">Aktuelle Beispiele</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nach der <strong>Tötung von George Floyd</strong> durch einen Polizisten am 25. Mai 2020 wurde die 2013 in den USA gegründete <strong>Black-Lives-Matter-Bewegung</strong> wieder aktiv. Ab Anfang Juni demonstrierten auch auf anderen Kontinenten immer mehr Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus.</p>



<p>Das Schweizer Fernsehen thematisierte dies ebenfalls, und zwar unter anderem am 12.&nbsp;Juni&nbsp;2020 in der <strong>Politsendung Arena, unter dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen»</strong> (vgl. Brotz, 2020a). Angesichts des Mottos wurde die Auswahl der Gesprächsteilnehmer:innen scharf kritisiert, denn in der Hauptrunde standen </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die <em>weisse</em> Polizistin und SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler, </li>



<li>die <em>weisse</em> SP-Nationalrätin Samira Marti, </li>



<li>der <em>weisse</em> Sprecher der Republican Overseas Switzerland, James Foley, und </li>



<li>der Schwarze Comedian Kiko. </li>
</ul>



<p><strong>In der zweiten Reihe</strong> sassen zwei Schwarze, und zwar </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Angela Addo, Juso-Mitglied und Mitorganisatorin der Kundgebung «Black Lives Matter» und </li>



<li>Gabriella Binkert, Präsidentin der SVP Val Müstair. </li>
</ul>



<p>Zudem gab es ein Gespräch mit dem Schwarzen Manuel Akanji, Schweizer Fussballer bei Borussia Dortmund.</p>



<p>Die Entrüstung über die <strong>mangelnde Repräsentation der Betroffenen</strong> war gross. Die Redaktion lernte aus ihrem Fehler und organisierte eine Woche später eine Arena-Sendung mit dem Titel «Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch» (vgl. Brotz, 2020b). Am runden Tisch: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>zwei Schwarze Frauen, nämlich erneut Angela Addo und Gabriela Binkert, zudem </li>



<li>Fatima Moumouni, Spoken-Word-Poetin, Kolumnistin und Moderatorin, sowie </li>



<li>Jovita Dos Santos Pinto, Kulturwissenschaftlerin und Mitgründerin des Netzwerks Schwarzer Frauen «Bla*Sh». </li>
</ul>



<p>In der zweiten Reihe: Schwarze Menschen, darunter eine Journalistin, ein Soziologe, eine Kulturwissenschaftlerin und ein FDP-Gemeinderat. <strong>Es wurde nicht mehr darüber diskutiert, ob es Rassismus in der Schweiz überhaupt gibt,</strong> sondern wie er sich zeigt und was es für Lösungen gibt.</p>



<p>Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beging einen ähnlichen oder schlimmeren Fauxpas. In «Die letzte Instanz – Der Meinungstalk mit Steffen Hallaschka» <strong>debattieren vier <em>weisse,</em> privilegierte Deutsche aus der Unterhaltungsbranche über Rassismus</strong> und ob man das <strong>Z-Wort</strong> noch sagen darf (vgl. Hallaschka, 2021). Das Niveau: Stammtisch. Das Fazit: Die Studiogäst:innen sind sich einig, die Betroffenen sollen mal nicht so empfindlich sein. Die <em>weisse</em> Schauspielerin Janine Kunz meint zum Beispiel: «Vielleicht fangen wir mal an, einfach alle lockerer zu werden!» Die <strong>Rassismuserfahrung von Thomas Gottschalk:</strong> Als er sich an einer Party als Jimi Hendrix verkleidet, kann er dank Blackface zum ersten Mal nachempfinden, wie sich ein Schwarzer fühlt.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nach der Wiederholung dieser Folge am 29. Januar 2021 wird die Auswahl der Gesprächsteilnehmenden stark kritisiert, beispielsweise von der afrodeutschen Journalistin und Autorin Alice Hasters: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>«Das Problem ist, dass diese Menschen nicht so richtig beurteilen sollten, ob das jetzt rassistisch oder schlimm ist oder nicht. Sondern sie sind angehalten zu <strong>respektieren, dass die Menschen, die davon betroffen sind,</strong> schon jahrelang gesagt haben, dass sie es rassistisch finden. Und nicht nur finden, sondern dass das auch historisch und strukturell begründet ist.» </p>
</blockquote>



<p>Sie <strong>fordert Diversität in den Medien,</strong> damit die gesellschaftlichen Debatten besser und relevanter werden (vgl. Hofer, 2021). Das sieht auch die verantwortliche WDR-Unterhaltungschefin ein, welche sich für die Sendung entschuldigt, genau wie zwei der Gäst:innen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Für Gianni Jovanovic, deutscher Roma-Aktivist, Autor und Performer, war die Diskussion <strong>verletzend, traumatisierend und herabwürdigend.</strong> Besonders, wie über den deutschen Zentralrat der Sinti und Roma gesprochen wurde. <strong>Es brauche mehr Wissen über die historische Verwendung von Begriffen,</strong> um zu verstehen, warum das Z-Wort rassistisch ist (vgl. Hofer, 2021).</p>



<p>Als Reaktion darauf und <strong>um zu zeigen, dass es auch anders geht,</strong> produziert die iranisch-deutsche Comedienne Enissa Amani die Diskussionssendung «Die beste Instanz» vom 9.&nbsp;Februar&nbsp;2021 (vgl. Amani, 2021). Mit dabei: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der bereits erwähnte Roma-Aktivist Gianni Jovanovic, </li>



<li>die Autorin und Kommunikationssoziologin mit Schwerpunkt Schwarzer deutscher Geschichte Natasha A. Kelly, </li>



<li>die Islamwissenschaftlerin mit Fokus Rassismus und Islamismus Nava Zarabian, </li>



<li>der Antisemitismusforscher und Autor Max Czollek und </li>



<li>der Journalist, Antirassismusexperte und Autor Mohamed Amjahid. </li>
</ul>



<p>Dafür bekommt sie 2021 den Grimme Online Award. Schade, dass es der WDR nicht geschafft hat, <strong>qualifizierte und von Rassismus betroffene Menschen zu Wort kommen zu lassen.</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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</div></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das alles sind <strong>Beispiele für rassistisches Denken, Sprechen und Handeln,</strong> wovon es noch viele mehr gibt (vgl. die Reportage über Angélique Beldner, die erste Schwarze News-Moderatorin des Schweizer Fernsehens, Winzenried, 2020 oder ihr Buch «Der Sommer, in dem ich Schwarz wurde», Beldner &amp; Dean, 2021).</p>



<p>Als Linguistin interessiere ich mich natürlich besonders für die Sprache. Auf dieses Thema bezogen heisst das: <strong><a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/07/16/inklusive-sprache-fragen-und-antworten/">inklusive Sprache</a></strong> im Allgemeinen und <strong>antirassistische Sprache</strong> im Besonderen.</p>



<p>In diesem Kontext fiel die 2021 im Tages-Anzeiger erschienene Kolumne «Darf ich ‹Farbiger› sagen?» negativ auf. «Wird die Welt besser, wenn ich bestimmte Wörter nicht mehr verwende?», das fragt sich die Kaltërina Latifi, eine <em>weisse</em> Schweizer Literaturwissenschaftlerin und Essayistin kosovarischer Herkunft. <strong>Sie wurde von einem Leser dafür kritisiert, dass sie in einem anderen Artikel «Farbiger» schrieb und fragt sich nun, welcher Begriff angemessen wäre.</strong> Kann man Schwarze sagen, auch für «alle ihrem Teint nach nicht vollwertig Schwarze»? Und ist «Farbige» nicht einfach die deutsche Übersetzung für People of Color? Und ist Letzteres nicht schon längst überholt, heisst es neu BAME: Black, Asian and Minority Ethnic? Doch ist das dann nicht eher rassistisch, wenn man alle Minderheiten in einem Topf wirft? <strong>Und was bringt es der Welt überhaupt, wenn man auf Wörter verzichtet?</strong></p>



<p>Die Reflexion der Autorin ist zu begrüssen, ihr Vorgehen bei der Suche nach einem passenden Begriff allerdings weniger. Zunächst könnte sie ganz <strong>einfach im Online-Duden nachschauen.</strong> Dort steht nämlich: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>«Die Bezeichnungen Farbiger, Farbige wurden häufig im Zusammenhang mit Rassentheorien und Rassentrennung verwendet und gelten deshalb als problematisch.» </p>
</blockquote>



<p>Als Alternativen werden die Eigenbezeichnungen Afrodeutscher, Afrodeutsche genannt.</p>



<p>Das gibt schon mal einen Anhaltspunkt. Wer mehr wissen will (der Duden ist schliesslich nicht immer am Puls der Zeit), kann auch andere Wörterbücher oder Lexika konsultieren. Empfehlenswert ist besonders <strong>das kritische Nachschlagewerk «Wie Rassismus aus Wörtern spricht»,</strong> welches auch einen Eintrag zum Begriff «Farbig/e» enthält (Sow, 2011, S. 684): «Koloniale Bezeichnung, die Menschen rassisch einordnen möchte.» Alternativen: Schwarz/e und People of Color (PoC).</p>



<p>Nach dieser Recherche sollte klar sein, dass der Begriff rassistisch ist und es Alternativen gibt. Doch wer mehr zum Thema Rassismus und passenden Eigenbezeichnungen erfahren möchte, kann sich auch <strong>an Antirassismus-Expert:innen wenden:</strong> Fachstellen, Vereine, Bla*Sh – Black She (Netzwerk Schwarzer Frauen in der Deutschschweiz), Black Lives Matter Switzerland usw. Es sollte nicht so schwierig sein, sofern man auch will. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="sprache-und-rassismus-der-umgang-damit">Sprache und Rassismus – der Umgang damit</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Es gibt verschiedene Hilfsmittel. Abgesehen vom bereits genannten Rassismus-Wörterbuch sei der <strong>Glossar der neuen deutschen Medienmacher:innen</strong> erwähnt, der mit wenigen Anpassungen auch auf den Schweizer Kontext übertragbar ist:</p>



<p><strong>«Die deutsche Gesellschaft hat sich verändert, sie ist bunter geworden.</strong> Das sollte sich in der Berichterstattung wiederfinden. Gleichzeitig müssen Journalist*innen oft vereinfachen, um komplizierte Sachverhalte für Mediennutzer*innen kurz und verständlich darzustellen. Manchmal führt das zu einem Dilemma: Wie beschreibe ich die Gruppe, der jemand zugehört? Wie beschreibe ich die anderen? Und wo ist diese Trennung wirklich nötig?</p>



<p><strong>Zunächst ist es sinnvoll, die Protagonist*innen zu fragen, wie sie sich selbst nennen würden. Das ist allerdings nicht immer möglich. Zudem kann man bei der Beschreibung von </strong>Gruppen nicht davon ausgehen, dass alle dieselbe Präferenz haben.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-e)</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Es geht also darum, Fremdbezeichnungen zu vermeiden und stattdessen Selbstbezeichnungen zu verwenden. Obschon diese Bezeichnungen innerhalb der Gruppe umstritten sein können und manchmal ändern.</p><cite>nicole Odermatt</cite></blockquote></figure>



<p>Die nachfolgende Tabelle fasst einige problematische Begriffe zusammen und zeigt Alternativen auf. <strong>Achtung, Triggerwarnung:</strong> In der Tabelle werden einige verletzende Begriffe ausgeschrieben. Wenn dich das belasten würden, überspringst du die Tabelle besser.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Zu vermeidende Begriffe</strong></td><td><strong>Beschreibung</strong></td><td><strong>Empfohlene Bezeichnungen</strong></td></tr><tr><td>Farbige/farbig</td><td>«Farbige/farbig ist ein kolonialistischer Begriff und negativ konnotiert. Eine Alternative ist die Selbstbezeichnung People of Color (PoC, Singular: Person of Color). Begriffe wie &#8222;Farbige&#8220; oder &#8222;Dunkelhäutige&#8220; lehnen viele People of Color ab. Die Initiative &#8222;der braune mob e. V.&#8220; schreibt: &#8222;Es geht nicht um &#8218;biologische&#8216; Eigenschaften, sondern gesellschaftspolitische Zugehörigkeiten.&#8220; Um das deutlich zu machen, plädieren sie und andere dafür, die Zuschreibungen Schwarz und Weiß groß zu schreiben. &nbsp; Eine alternative Schreibweise ist, <em>weiß</em> klein und kursiv zu schreiben.» (Amnesty International, o.&nbsp;J.)</td><td>People of Color (PoC, Singular: Person of Color) oder Schwarz (grossgeschrieben) (vgl. Amnesty International, o.&nbsp;J.)</td></tr><tr><td>Flüchtling</td><td>«Sprachlich ist der Begriff »Flüchtling« umstritten. So sind Worte mit dem Ableitungssuffix »-ling« im Deutschen verkleinernd und teils negativ konnotiert (Vgl. Eindringling, Schönling, Schädling etc.). Gleichzeitig werden Menschen durch die Bezeichnung »Flüchtling« auf einen Teil ihrer Biografie reduziert.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-a)</td><td>Geflüchtete, Schutzsuchende oder ggf. Geschützte Personen (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-a)</td></tr><tr><td>Mischehe</td><td>«beruht als Begriff auf der Rassentheorie und wurde vor allem im Zuge der »Rassenhygiene« zur Zeit des Nationalsozialismus verwendet.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-b)</td><td>Binationale, bikulturelle oder ggf. interreligiöse Ehe. (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-b)</td></tr><tr><td>Mischling</td><td>«ist als Bezeichnung dem Tierreich entlehnt und beruht auf der Rassentheorie.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-c)</td><td>«Ist die Information relevant, kann die Herkunft der Eltern konkret benannt werden.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-c)</td></tr><tr><td>Mohrenkopf</td><td>Der Begriff ist veraltet und heute diskriminierend (vgl. Duden, o.&nbsp;J.).</td><td>Schokokuss (vgl. Duden, o.&nbsp;J.)</td></tr><tr><td>N-Wort</td><td>«Das deutschsprachige ›N-Wort‹ geht auf lateinisch niger, spanisch und portugiesisch negro sowie französisch nègre zurück, wo es ›schwarz‹ bedeutet. Aus der simplen Farbbezeichnung wurde ein rassifizierendes, sich sprachübergreifend etablierendes Konzept, als im Zuge des kolonialen Großmachtstrebens europäische Mächte Millionen Afrikaner_innen versklavten und zur Legitimierung der Gewaltexzesse den Mythos einer Existenz von ›Rassen‹ kreierten.» (Arndt, 2011a, S. 653)</td><td>Schwarze Menschen, Schwarze, Schwarze Schweizer:innen, Afroschweizer:innen, People of Color (vgl. Arndt, 2011a, S. 656–657; vgl. Gültekin, 2020)</td></tr><tr><td>Z-Wort</td><td>«Der Begriff ›Zigeuner_in‹ ist keine Eigenbezeichnung der Roma und Sinti, sondern eine Fremddefinition mit ungeklärter Etymologie.» Er wurde «als Sammelbegriff benutzt, um unterschiedliche, als mobil verortete Gruppen zu markieren, zu kriminalisieren und auszugrenzen.» (Randjelovic, 2011, S. 671)</td><td>In der Schweiz: Roma, Sinti und Jenische oder Jenische und Sinti (vgl. Bundesamt für Kultur, o.&nbsp;J.). in Deutschland: Sinti und Roma oder Roma und Sinti &nbsp; genderneutral: Jenische, Sinti*ze und Rom*nja (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o.&nbsp;J.-d)</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 2:  Zu vermeidende und empfohlene Begriffe</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zusammengefasst könnte Frau Latifi je nach Gruppe folgende <strong>Selbstbezeichnungen</strong> verwenden: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schwarze Menschen, </li>



<li>Schwarze, </li>



<li>Schwarze Schweizer:innen, </li>



<li>People of Color oder </li>



<li>Afroschweizer:innen.</li>
</ul>



<p>Natürlich gibt es nicht nur Schwarz und <em>weiss,</em> sondern unsere Hautfarben verteilen sich auf einem <strong>Kontinuum, </strong>wie bei Gender und anderen konstruierten binären Einteilungen. Die Frage ist berechtigt, <strong>warum wir überhaupt Menschen kategorisieren.</strong> In einer diskriminierungsfreien, inklusiven Welt käme unser Wortschatz ohne diese Bezeichnungen aus. Doch diese Denkmuster sind nach wie vor wirkungsmächtig und verschwinden nicht einfach, indem wir nicht mehr darüber sprechen. </p>



<p>In der Kommentarspalte ihres Artikels erwähnen viele die <strong>negative Konnotation von «Schwarz».</strong> Das ist aufgrund der <strong>historisch gewachsenen Farbsymbolik</strong> verständlich, wie diese Beispiele zeigen: schwarzfahren, schwarzsehen, Schwarzmalerei und Schwarzarbeit. Es ist auch nachvollziehbar, dass Menschen – besonders Journalist:innen – gerne Synonyme verwenden, um ihre Sprache lexikalisch diverser und interessanter zu machen. Darin haben rassistische Synonyme allerdings nichts zu suchen, da <strong>betroffene und qualifizierte Menschen darüber entscheiden dürfen sollten, wie sie umschrieben werden.</strong></p>



<p>Diese Tatsache scheinen viele <em>Weisse</em> noch nicht akzeptieren zu wollen, wie zum Beispiel ein Schweizer Süssigkeiten-Hersteller und seine Fans (vgl. Rathgeb, 2020). <strong>Wie reagiert man am besten, wenn jemand rassistische Begriffe benutzt?</strong></p>



<p>Die Texterin und Business-Coachin Lilli Koisser (2020) empfiehlt aufgrund eines Workshops des österreichischen Vereins ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit folgendes Vorgehen, welches sich speziell auf den Unternehmenskontext im Kontakt mit rassistischen Kund:innen bezieht:</p>



<p>«1. <strong>Benennen</strong> &#8211; &#8222;Diese Aussagen waren rassistisch und diskriminierend.&#8220;</p>



<p>2. <strong>Teilen, was es mit dir macht</strong> &#8211; &#8222;Damit fühle ich mich nicht wohl und es verstößt gegen meine Werte.&#8220;</p>



<p>3. <strong>Etwas fordern oder deine Konsequenzen kommunizieren</strong> &#8211; &#8222;Mit dieser Dame möchte ich nicht mehr arbeiten / Ich steige aus dem Projekt aus / Solche Aussagen dürfen nicht mehr vorkommen&#8220; (je nachdem, womit du dich wohlfühlst).»</p>



<p>Das Vorgehen ist bestimmt nicht auf alle erdenklichen Situationen anwendbar, doch es klingt nach einer Handlungsanleitung, die man wenn nötig anwenden kann.</p>



<p>Alice Hasters erklärt in ihrem Buch <strong>«Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten»</strong>, dass das Benennen von Rassismus oft sehr anstrengend sein kann, weil sich das Gegenüber dann sofort angegriffen fühlt, sich wahrscheinlich über Politische Korrektheit beschwert und darüber, dass man «heute ja gar nichts mehr sagen dürfe». Das Problem wird somit bei den Betroffenen verortet. Dieses Phänomen nennt man <strong>Täter:innen-Opfer-Umkehr;</strong> es ist auch bei Vergewaltigungen zu beobachten (vgl. 2019, S. 14–15). Es ist hingegen möglich, Rassismus indirekt mit Gegenfragen zu entlarven:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>«Woher kommst du?» – «Aus Bern.» –«Ok, aber woher kommst du wirklich?» – «Würdest du diese Frage einer <em>weissen</em> Person auch stellen?»</p>
</blockquote>



<p>Das Problematische beim hartnäckigen Fragen nach der ursprünglichen Heimat ist gemäss Hasters, dass es nur nicht-<em>weissen</em> oder «nicht-einheimisch aussehenden» Menschen passiert und ihnen signalisiert wird, <strong>dass sie nicht richtig dazugehören.</strong> Die <strong>Frage nach der Herkunft</strong> darf gestellt werden, aber ohne Nachbohren und am besten nicht gleich beim Kennenlernen (vgl. Hasters, 2019, S. 21–26).</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="interview">Interview</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zur Vertiefung ins Thema möchte ich einer von Rassismus betroffenen und qualifizierten Person einige Fragen stellen. So führe ich am 20.&nbsp;August&nbsp;2021 ein Zoom-Interview mit <strong>Sherefedin Mussa vom NCBI.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-ist-das-ncbi-und-was-bietet-es-an"><strong>Was ist das NCBI und was bietet es an?</strong></h3>



<p>NCBI ist die Abkürzung für National Coalition Building Institute, welches ursprünglich aus den USA stammt. Es ist ein konfessionell und parteipolitisch neutraler Verein, der sich <strong>gegen Rassismus und jegliche Art von Diskriminierung, für die Integration von Geflüchteten, für Gewaltprävention und konstruktive Konfliktlösung einsetzt.</strong> Dies anhand von Kursen, Workshops, Vorträgen, Stadtrundgängen und Ähnlichem. Ein Beispiel sind die Peacemaker-Projekte in den Schweizer Schulen: Schülerinnen und Schüler werden ausgebildet, um bei Konflikten schlichtend einzuschreiten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="wie-lange-arbeitest-du-schon-fur-das-ncbi-was-ist-deine-position"><strong>Wie lange arbeitest du schon für das NCBI? Was ist deine Position?</strong></h3>



<p>Ich arbeite schon seit fünf Jahren Teilzeit für das NCBI. Nun habe ich mein Studium in Sozialpädagogik abgeschlossen und bin seit August 2021 80&nbsp;% für das NCBI tätig. <strong>Ich leite verschiedene Projekte, die mit Geflüchteten und mit Integration zu tun haben.</strong> Zum Beispiel ein partizipatives Projekt, damit die Stimmen von Geflüchteten gehört werden. Beim NCBI bin ich auch Kulturvermittler und Brückenbauer. Momentan werde ich zudem darauf vorbereitet, ein Mitglied der Geschäftsleitung zu werden. [Aktualisierung vom 9.2.2022: Er ist seit 2022 Mitglied der Geschäftsleitung.]</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="ich-beschaftige-mich-beruflich-unter-anderem-fur-mein-angebot-diversity-lektorat-intensiv-mit-inklusiver-sprache-wie-kann-man-sprechen-ohne-andere-zu-diskriminieren"><strong>Ich beschäftige mich beruflich  intensiv mit inklusiver Sprache. Wie kann man sprechen, ohne andere zu diskriminieren?</strong></h3>



<p>Zuerst einmal müssen wir wissen, wie Diskriminierung entsteht. Gemäss unserem Leitbild <strong>kommt niemand mit Vorurteilen zur Welt.</strong> Wie entwickelt man diese Vorurteile? Wir erlernen sie etwa in der Familie, mit Freunden, in der Peergroup, in der Schule, von den Medien usw. Wenn wir dann einer Person begegnen, gegenüber welcher wir Vorurteile haben, dann entstehen unangenehme Gesprächssituationen.</p>



<p>In unseren Kursen lehren wir vom NCBI, wie man damit umgehen kann. Es gibt <strong>drei Strategien.</strong> Erstens, Rassismus zu <strong>ignorieren.</strong> Zum Beispiel, wenn mir jemand sagt: «Hey du, Flüchtling, geh zurück nach Afrika.» Wenn ich das ignorieren möchte, dann kann ich beispielsweise weggehen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, <strong>zurückzugeben.</strong> Das heisst, die andere Person ebenfalls zu beleidigen. Das hilft aber auch nicht. Die dritte Möglichkeit lautet, <strong>nachzufragen und zu hinterfragen</strong> – bis man rausfindet, was der Grund ist, warum diese Person so etwas gesagt hat. <strong>Das Ziel dabei ist, dass sie so Vorurteile abbaut.</strong></p>



<p>Unserer Meinung nach ist die dritte Möglichkeit die beste Strategie. <strong>Doch es ist nicht einfach,</strong> es braucht mehrmaliges Üben, bis man imstande ist, ein gutes Gespräch zu führen –<strong> ohne Aggressivität, mit ruhigem Ton und kontrollierter Mimik.</strong> Beim Beispiel von vorhin würde ich nachfragen: «Warum muss ich zurück nach Afrika?» Dann antwortet die Person vielleicht: «Ihr kommt hierhin und arbeitet nicht!» – «Warum denkst du, dass alle Geflüchteten nicht arbeiten?» … bis zu dem Punkt, dass der Person klar wird: «Aha, vielleicht habe ich Angst, meinen Job zu verlieren, weil es viele Geflüchtete in der Schweiz hat.» Das könnte ein Grund sein, oder dass die Person unangenehme Erlebnisse mit Geflüchteten hatte. So sind eventuell Vorurteile entstanden und die Person äussert sich dann rassistisch.</p>



<p>Weiter kann man sich <strong>an eine Fachstelle wenden.</strong> Unsere Gesetze erlauben es, Rassismus anzuzeigen. Doch das ist ein langwieriger Prozess und es braucht vor allem Beweise. Das NCBI ist keine solche Fachstelle. Wir wollen Menschen befähigen, Gespräche zu führen, um rauszufinden, wieso diese Person so reagiert. Die Übungen, die wir in unseren Workshops machen, sind nicht immer einfach. Theoretisch sehen sie einfach aus, aber praktisch nicht, denn: </p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Man muss seine Gefühle kontrollieren. Wenn man mich zum Beispiel mit dem N-Wort beschimpft, dann fühle ich zuerst Hass und Wut. Wie gehen wir damit um? Das Ziel lautet, die Menschen zum Nachdenken zu bringen. </p><cite>Sherefedin Mussa, National Coalition Building Institute</cite></blockquote></figure>



<p>Wenn wir nur ignorieren oder zurückgeben, dann ändern sich die Einstellungen nicht. Sobald wir mit der Person ein Gespräch führen können, ist es möglich, dass sie ihre Einstellungen ändert.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="kannst-du-von-einer-rassismuserfahrung-in-der-schweiz-erzahlen"><strong>Kannst du von einer Rassismuserfahrung in der Schweiz erzählen?</strong></h3>



<p>Vor einigen Jahren wollte ich einmal mit einem Freund von Luzern nach Mailand fahren. Ich ging an den SBB-Schalter und sagte: «Ich brauche zwei Billette, eines von Luzern bis Mailand und eines von Chiasso bis Mailand.» Die Beamtin hat mir die Fahrausweise gegeben und sie stimmten nicht mit meinem Auftrag überein: Beide waren von Luzern bis Mailand gültig. Ich wiederholte meine Bestellung und bekam die Antwort: «Ja, aber Sie können nicht schwarzfahren!» Das ist schon ein Vorurteil; <strong>sie hat einen geflüchteten Menschen gesehen und sich nicht überlegt, dass dieser ein GA haben könnte</strong> oder sich bereits ein Ticket bis Chiasso gekauft hätte. In diesem Moment wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte. Ich war total wütend und hätte geschimpft, wenn ich geantwortet hätte. Deshalb habe ich ihr die Tickets zurückgegeben: «Ist gut, danke, ich brauche kein Billett mehr». Sie wurde wütend und ich bin weggegangen.</p>



<p>Ich habe also die erste Strategie gewählt, das Ignorieren. Aber wenn mir das heute passierte, würde ich anders reagieren. <strong>Zunächst würde ich versuchen, mit ihr ein Gespräch zu beginnen:</strong> «Wieso denken Sie, dass ich schwarzfahren will?», «Wieso denken Sie, dass ich kein GA oder kein Ticket bis Chiasso haben könnte?» usw. Dies, bis sie sich entschuldigt. Falls es eskaliert, würde ich ihren Vorgesetzten verlangen.</p>



<p>Manchmal ist es schwierig, weil man nicht vorbereitet ist, ein solches Gespräch zu führen. Ich habe das damals nicht erwartet. Plötzlich kommt das, und man weiss nicht, wie man reagieren soll. <strong>Oft ist es ein Schockmoment.</strong> Für geflüchtete Menschen ist es noch schwieriger, angemessen zu reagieren oder sogar ein Gespräch zu führen, wenn man die Sprache noch nicht gut kann.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-wunschst-du-dir"><strong>Was wünschst du dir?</strong></h3>



<p><strong>Ich wünsche mir vor allem Zivilcourage.</strong> Einmal wartete ich am Bahnhof auf einen Zug und ein Betrunkener kam mir ganz nahe und sagte: «Go home!» Ich entgegnete: «I AM home!» Er wiederholte: «Go back to Africa!» Ich hätte mir gewünscht, dass jemand interveniert hätte, egal wie. Ich fühlte mich ohnmächtig. In Eritrea greifen Fremde viel schneller ein, in der Schweiz schauen die Menschen eher weg. Es spielt keine Rolle, wie genau man eingreift und was man sagt, sondern dass sich Betroffene dadurch weniger allein und ohnmächtig fühlen.</p>



<p><strong>Zudem wünsche ich mir, dass die Menschen sich reflektieren.</strong> Denn Worte verletzen manchmal mehr als Schläge. Wir wählen nicht, wo wir geboren werden. <strong>Ich wünsche mir auch mehr Empathie</strong> und dass die Menschen mal eine andere Perspektive einnehmen können. Ich wollte mein Land eigentlich nicht verlassen, ich hatte dort ein Leben, ein Umfeld, einen gewissen Status usw.</p>



<p><strong>Auf institutioneller Ebene finde ich wichtig, das Problem anzuerkennen und zu akzeptieren, dass es in der Schweiz Rassismus gibt.</strong> Wir beraten auch die Polizei. Wenn sieben <em>weisse</em> Menschen und ein Schwarzer an der Bushaltestelle stehen, aber nur der Schwarze kontrolliert wird, dann handelt es sich wahrscheinlich um das rassistische Racial Profiling.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wir haben ein Rollenspiel gemacht und die <strong>verschiedenen Strategien angewendet.</strong> Ich sollte ihn beleidigen, was mir unangenehm war. Deshalb haben wir eine andere rassistische Situation durchgespielt: Mehrmals zu fragen, woher die andere Person kommt und nicht zu akzeptieren, wenn sie behauptet, sie komme aus der Schweiz.</p>



<p>Sherefedin hat dann jeweils seinen Wohnort angegeben. <strong>Mir ist bewusst geworden, was die verschiedenen Strategien bewirken.</strong> Bei der dritten fühlte ich mich entlarvt und wurde mir bewusst, dass das hartnäckige Fragen nach der echten Heimat rassistisch ist.</p>



<p>Für ihn ist es nicht schlimm, wenn man ihn nach seiner Herkunft fragt. Er empfindet Eritrea als seine Heimat und ist seit acht Jahren in der Schweiz. <strong>Jemand, der in der Schweiz geboren ist</strong> und das Herkunftsland seiner Eltern, des Elternteils oder gar seiner Vorfahren nicht kennt, <strong>fühlt sich eher diskriminiert.</strong></p>



<p>Er selbst hat vor einigen Jahren bei der Arbeit auch schon jemanden nach seiner «wirklichen» Herkunft gefragt und gemerkt, dass es dieser Person unangenehm war. <strong>Wir alle machen Fehler und können dazulernen</strong> <strong>– ein Leben lang.</strong></p>



<p>Vom Gespräch mit Sherefedin konnte ich drei Dinge mitnehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Erstens ist das <strong>Nach- und Hinterfragen eine gute, gewaltfreie Strategie,</strong> um auf Rassismus zu reagieren.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zweitens ist bei Rassismus in der Öffentlichkeit das <strong>Einschreiten als Zeug:in</strong> wichtiger als die konkrete Formulierung.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Drittens können wir uns am besten auf das richtige Verhalten vorbereiten, indem wir es <strong>in einem Rollenspiel üben.</strong></li>
</ul>



<p>Dafür gibt es verschiedene Kurse wie der Online-Kurs «Argumentieren gegen Stammtischparolen» von Amnesty International. Weitere Kurse werden auf <a href="http://ncbi.ch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ncbi.ch</a> oder der <a href="https://network-racism.ch/de/weiterbildungsplattform/weiterbildungsangebot.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weiterbildungsplattform</a> des Beratungsnetzwerks für Rassismusopfer publiziert.</p>







<p>Wer sich in das Thema vertiefen möchte, findet im Verzeichnis <strong>alle verwendeten Quellen. </strong></p>



<p>Wenn du in Ruhe mit einer Fachperson darüber sprechen und deine Fragen stellen möchtest, kannst du eine <a href="http://nicole-odermatt.ch/arbeite-mit-mir" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Diversity-Fragestunde</a> bei mir buchen.</p>



<p>Bist du unsicher, ob deine Texte genug sensibel und rassismuskritisch sind? Dafür biete ich das <a href="https://nicole-odermatt.ch/arbeite-mit-mir/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Diversity-Lektorat</a> an.</p>



<p>Oder lasse einen <a href="https://nicole-odermatt.ch/arbeite-mit-mir/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Guide für inklusive Sprache</a> erstellen, um dein Team und deine Kund:innen zu sensibilisieren.</p>





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</div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="quellenverzeichnis">Quellenverzeichnis</h2>



<p>Amani, E. (2021, 9. Februar). Die beste Instanz. In <em>Youtube</em>. https://www.youtube.com/watch?v=r45_9wvbDoA</p>



<p>Amnesty International. (o.&nbsp;J.). Farbige/farbig. In <em>Glossar für diskriminierungssensible Sprache</em>. Abgerufen am 30. August 2021, von https://www.amnesty.de/2017/3/1/glossar-fuer-diskriminierungssensible-sprache</p>



<p>Arndt, S. (2011a). Neger_in. In S. Arndt &amp; N. Ofuatey-Alazard (Hrsg.), <em>Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache</em> (1.). Unrast.</p>



<p>Arndt, S. (2011b). Rassismus. In S. Arndt &amp; N. Ofuatey-Alazard (Hrsg.), <em>Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache</em> (1., S. 37–43). Unrast.</p>



<p>Beldner, A., &amp; Dean, M. D. (2021). <em>Der Sommer, in dem ich Schwarz wurde</em>. Atlantis.</p>



<p>Brotz, S. (2020a, 12. Juni). Jetzt reden wir Schwarzen. In <em>SRF Arena</em>. https://medien.srf.ch/-/-arena-jetzt-reden-wir-schwarzen</p>



<p>Brotz, S. (2020b, 19. Juni). Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch. In <em>SRF Arena</em>. https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/jetzt-sitzen-wir-an-einen-runden-tisch?urn=urn:srf:video:2472bffa-a472-48c2-b96f-ac7e568318e4</p>



<p>Bundesamt für Kultur. (o.&nbsp;J.). <em>Jenische und Sinti als nationale Minderheit  <em>–</em> Weiterführende Informationen</em>. Abgerufen am 30. August 2021, von https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/sprachen-und-gesellschaft/jenische-und-sinti-als-nationale-minderheit/weiterfuehrende-informationen.html</p>



<p>Duden. (o.&nbsp;J.). Mohrenkopf. In <em>Duden</em>. Duden. Abgerufen am 30. August 2021, von https://www.duden.de/rechtschreibung/Mohrenkopf</p>



<p>Gültekin, U. (2020, 18. Juni). Ein Gespräch mit Rapper Nativ: «Diese Revolution beginnt in unseren Köpfen». <em>Die Wochenzeitung</em>. https://www.woz.ch/-ab9d</p>



<p>Hallaschka, S. (2021, 29. Januar). Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt? In <em>WDR &#8211; Die letzte Instanz  <em>–</em> Der Meinungstalk mit Steffen Hallaschka.</em> https://www.youtube.com/watch?v=v32zQTd7JwA</p>



<p>Hasters, A. (2019). <em>Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten</em> (1.). hanserblau.</p>



<p>Hielscher, M. (o.&nbsp;J.). <em>Tupoka Ogette – Was macht die Welt rassismusärmer?</em> (24.06.2020). Abgerufen am 31. August 2021, von https://www.podcast.de/episode/465151768/tupoka-ogette-was-macht-die-welt-rassismusaermer</p>



<p>Hofer, J. (2021, 2. Februar). Rassismus Vorwurf gegen WDR-Sendung „Die letzte Instanz“. In <em>WDR Aktuelle Stunde</em>. https://www.youtube.com/watch?v=k_FOiTYlOk0</p>



<p>Latifi, K. (2021, 6. August). Darf ich «Farbiger» sagen? <em>Tages-Anzeiger</em>. https://www.tagesanzeiger.ch/farbe-bekennen-196383778833</p>



<p>Neue deutsche Medienmacher*innen. (o.&nbsp;J.-a). Flüchtlinge. In <em>Glossar</em>. Abgerufen am 30. August 2021, von https://glossar.neuemedienmacher.de/themen/</p>



<p>Neue deutsche Medienmacher*innen. (o.&nbsp;J.-b). Mischehe. In <em>Glossar</em>. Abgerufen am 30. August 2021, von https://glossar.neuemedienmacher.de/themen/</p>



<p>Neue deutsche Medienmacher*innen. (o.&nbsp;J.-c). Mischling. In <em>Glossar</em>. Abgerufen am 30. August 2021, von https://glossar.neuemedienmacher.de/themen/</p>



<p>Neue deutsche Medienmacher*innen. (o.&nbsp;J.-d). <em>Sinti, Sintize, Romnja und Roma</em>. Glossar. Abgerufen am 30. August 2021, von https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/kategorie/06-sinti-und-roma/</p>



<p>Neue deutsche Medienmacher*innen. (o.&nbsp;J.-e). <em>Wer sind »wir«, wer sind »die anderen«?</em> Glossar. Abgerufen am 30. August 2021, von https://glossar.neuemedienmacher.de/themen/</p>



<p>Randjelovic, I. (2011). Zigeuner_in. In S. Arndt &amp; N. Ofuatey-Alazard (Hrsg.), <em>Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache</em> (1., S. 671–677). Unrast.</p>



<p>Rathgeb, S. (2020, 12. Juni). <em>Kontroverse um Schokoküsse  – «Mit dem ‹Mohrenkopf› verspeist man Afrika symbolisch»</em>. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). https://www.srf.ch/news/schweiz/kontroverse-um-schokokuesse-mit-dem-mohrenkopf-verspeist-man-afrika-symbolisch</p>



<p>Sow, N. (2011). Farbig/e. In S. Arndt &amp; N. Ofuatey-Alazard (Hrsg.), <em>Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache</em> (1., S. 684–686). Unrast.</p>



<p>Winzenried, K. (2020, 21. Oktober). Rassismus in der Schweiz – Der Sommer, in dem ich «Schwarz» wurde. In <em>SRF Reporter</em>. https://www.srf.ch/play/tv/reporter/video/rassismus-in-der-schweiz&#8212;der-sommer-in-dem-ich-schwarz-wurde?urn=urn:srf:video:12141d20-b362-4e47-81b9-fbdba0de84ed</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/08/31/antirassistische-sprache/">Antirassistische Sprache</a> erschien zuerst auf <a href="https://nicole-odermatt.ch">Nicole Odermatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist inklusive und gendergerechte Sprache? Fragen und Antworten</title>
		<link>https://nicole-odermatt.ch/2021/07/16/inklusive-sprache-fragen-und-antworten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Odermatt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 16:29:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inklusiv kommunizieren]]></category>
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		<category><![CDATA[barrierefrei]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Internationale Nichtbinär-Tag wird genau zwischen dem Frauentag im März und dem Männertag im November gefeiert. Was nichtbinär bedeutet und mit Lektorat zu tun hat, liest du im folgenden Q&#038;A.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/07/16/inklusive-sprache-fragen-und-antworten/">Was ist inklusive und gendergerechte Sprache? Fragen und Antworten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nicole-odermatt.ch">Nicole Odermatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Der Internationale Nichtbinär-Tag wird am 14. Juli gefeiert, genau zwischen dem Frauentag im März und dem Männertag im November. Ich wählte 2021 die Non-Binary Awareness Week als Zeitpunkt für die Publikation des ersten Blogartikels. Was nichtbinär bedeutet und mit Lektorat zu tun hat, liest du im folgenden Q&amp;A.</strong></p>



<p>Veröffentlicht am 16. Juli 2021</p>



<p>Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2023</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Im Pride-Monat Juni sind Vielfalt und Inklusion jeweils in aller Munde. Ist das nicht einfach Pinkwashing der Unternehmen?</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Gute Frage. Was bedeutet Pinkwashing überhaupt? Dieser Begriff ist von Whitewashing (Schönfärberei) abgeleitet: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>«Pinkwashing bezeichnet Strategien, durch das Vorgeben einer Identifizierung mit der LGBT-Bewegung bestimmte Produkte, Personen, Länder oder Organisationen zu bewerben, um dadurch modern, fortschrittlich und tolerant zu wirken.» (Wikipedia)</p>
</blockquote>



<p>Generell kann ich nicht beurteilen, ob ein Unternehmen Pinkwashing betreibt, weil ich nicht in die Firmen hineinsehen kann – wie ernst meinen sie es damit? Doch ich lebe gerne in einer Gesellschaft, in der sich möglichst viele für die Sichtbarkeit und die Rechte von Minderheiten einsetzen. In diesem Fall handelt es sich um die LGBTQIA+-Community. LGBTQIA+ ist die Abkürzung für Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer, Intersex und Asexual und weitere. Auf Deutsch steht das also für lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, intersexuell, asexuell und alle anderen, sich selbst der queeren Community zugehörig fühlen. Es geht also um die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität.</p>



<p>Aus einer traditionelleren Perspektive sind das Menschen, die nicht heterosexuell sind und/oder sich nicht mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren. Somit weichen sie von der dominanten Norm ab und werden diskriminiert, obwohl sie nichts dafürkönnen. Ähnlich ist es mit anderen Diskriminierungsformen: Die Persönlichkeit und die Leistung zählen weniger als Merkmale, die man kaum oder nicht beeinflussen kann. Bestraft wird jeweils das Abweichen von einer Norm. Je mehr man der Norm entspricht, desto höher steht man in der gesellschaftlichen Hierarchie:</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Diskriminierungsform</strong></td><td><strong>Merkmal</strong></td><td><strong>Norm</strong></td><td><strong>Abweichung</strong></td></tr><tr><td>Ableismus</td><td>Fähigkeit, Behinderung, Gesundheitszustand</td><td>fähig, nicht behindert, gesund</td><td>nicht fähig, behindert, krank</td></tr><tr><td>Altersdiskriminierung</td><td>Alter</td><td>erwachsen, jung</td><td>minderjährig, alt</td></tr><tr><td>Cis-Sexismus</td><td>Geschlechtsidentität</td><td>cis-geschlechtlich</td><td>trans-/intergeschlechtlich und nichtbinär</td></tr><tr><td>Heterosexismus</td><td>sexuelle und romantische Orientierung</td><td>heterosexuell</td><td>homosexuell, bisexuell usw.</td></tr><tr><td>Klassismus</td><td>soziale Herkunft oder Stellung</td><td>reich, gebildet</td><td>arm, ungebildet</td></tr><tr><td>Lookismus</td><td>Aussehen</td><td>normschön, schlank</td><td>nicht normschön, dick</td></tr><tr><td>Rassismus</td><td>«Rasse» (biologische Merkmale, aber auch Nationalität, Sprache, Religion, Weltanschauung, Herkunft und Kultur)</td><td><em>weiss,</em> einheimisch, christlich</td><td>People of Color, «fremd», nicht-christlich</td></tr><tr><td>Sexismus</td><td>Geschlecht</td><td>männlich</td><td>weiblich, trans-/intergeschlechtlich und nichtbinär usw.</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 1: verschiedene Diskriminierungsformen</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In einer vielfältigen und inklusiven Gesellschaft stehen solche Hierarchien weniger im Mittelpunkt. Sie ist horizontal ausgerichtet, alle Mitglieder sind grundsätzlich gleich viel wert. Unterschiede und Vielfalt werden positiv gesehen. Das zeigt sich auch in der Sprache: Sie macht sichtbar, ist wertschätzend und möglichst gewaltfrei.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="330" height="743" src="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclusion-vielfalt.svg_.png" alt="" class="wp-image-1346" srcset="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclusion-vielfalt.svg_.png 330w, https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclusion-vielfalt.svg_-133x300.png 133w" sizes="(max-width: 330px) 100vw, 330px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung 2: Veranschaulichung verschiedener Konzepte des Zusammenlebens (Wikipedia)</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das ist ja schön und gut; aber bringt es überhaupt etwas, eine inklusive Sprache zu benutzen?</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ja, es bringt etwas, denn Sprache schafft Realität – und umgekehrt (vgl. Boroditsky 2017). Dazu gibt es verschiedene Studien und Experimente. Beispielsweise fanden polnische Forschende 2016 heraus, dass sich Teilnehmende weniger über eine 50-Rappen-Münze freuten, wenn sie als klein bezeichnet wurde (vgl. Gygax, Zufferey &amp; Gabriel 2021, 20–23).</p>



<p>Weiter werden schon Babys anders bewertet, je nachdem ob sie als Mädchen oder Junge wahrgenommen werden. Wer ein Kleinkind hat, kann dies selbst testen: einfach das Kind genderneutral anziehen und fremden Menschen abwechselnd ein anderes Geschlecht angeben. Ein Mädchen wird tendenziell als schön und süss bezeichnet, ein Junge als kräftig und gross. Diese Aussensicht beeinflusst wiederum die Selbstwahrnehmung und vice versa (vgl. Gygax, Zufferey &amp; Gabriel 2021, 25–27). </p>



<p>Dazu kommt, dass das sogenannte generische Maskulinum – wenn die männliche Form für gemischte Gruppen verwendet wird – von unserem Gehirn meistens nicht verstanden wird. Das illustrierte unter anderen der Psycholinguist David Reynolds mit der folgenden Geschichte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein Vater und sein Sohn gehen in die Ferien ans Meer. Auf dem Weg haben sie einen Unfall. Der Vater stirbt, der Sohn überlebt und wird ins Spital gebracht. Im Spital sagt der zuständige Chirurg: «Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn.»</p>
</blockquote>



<p>Wie ist das möglich? Spoiler: Der Chirurg ist die Mutter des Jungen. In der Studie von 2006 hatten viele Teilnehmende Mühe, die richtige Antwort zu finden (vgl. Gygax, Zufferey &amp; Gabriel 2021, 35).  </p>



<p>Unsere Sprache wandelt sich ausserdem ständig. Zum Beispiel verwenden wir Wörter nicht mehr, die früher normal waren, etwa Fräulein oder das N-Wort. Wenn im Fernsehen Ausschnitte aus den 1950er-Jahren gezeigt werden, mutet die verwendete Sprache seltsam an. Und Texte aus vorherigen Jahrhunderten sind für uns teilweise schwierig zu verstehen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trotzdem, sollten wir nicht eher im Bereich Lohngleichheit und finanzielle Unabhängigkeit vorwärtsmachen?</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das eine schliesst das andere nicht aus. Unsere Gesellschaft besteht aus verschiedenen Bereichen: Sprache, Arbeit, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit, Familie, Politik, Recht usw. Wer behauptet, dass Sprache nicht wichtig sei, soll eine Woche lang weder sprechen noch sonst kommunizieren …</p>



<p>Überall gibt es Bestrebungen, die Gesellschaft inklusiver zu gestalten. Jede:r macht, was sie:er kann. Mein Fachgebiet ist die Linguistik, deshalb setze ich mich im Bereich Sprache für mehr Gleichberechtigung und Inklusion ein – und natürlich allgemein im Alltag.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ich bin verunsichert, die Rechtschreibeprüfung von Word unterstreicht gegenderte Passagen rot. Zudem erkennen viele Institutionen das Gendern noch nicht an.</strong></h2>



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<p>Viele Institutionen sind eher konservativ und reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen, statt sie selbst anzustossen. Das ist nachvollziehbar. Doch Genderstern &amp; Co. werden stets beliebter. Immer mehr Unternehmen verwenden den Gender-Doppelpunkt, wie zum Beispiel LinkedIn, Apple und teilweise SRF.ch. Der Duden gibt verschiedene Publikationen zum Thema Gendern heraus, beispielsweise das Handbuch für geschlechtergerechte Sprache (vgl. Diewald &amp; Steinhauer 2017, 2018, 2019, 2020 oder Stefanowitsch 2018).</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jetzt hat der Bund Gender* &amp; Co. in offiziellen Texten sogar verboten!</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Am 15. Juni 2021 hat die Schweizer Bundeskanzlei eine Weisung «Umgang mit dem Genderstern und ähnlichen Schreibweisen in deutschsprachigen Texten des Bundes» erlassen. Gemäss diesem Dokument dürfen in amtlichen Dokumenten weder Genderzeichen noch das generische Maskulinum verwendet werden. Ein Argument lautet, dass die Verwendung ideologisch motiviert sei:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Zeichen sind heute noch vorwiegend Ausdruck einer bestimmten gesellschaftspolitischen Haltung, sie haben den Aspekt eines «Statements»: Man zeigt damit, dass man offen ist für das Anliegen von Menschen, die vom binären Geschlechtermodell nicht erfasst werden. (Schweizer Bundeskanzlei 2021)</p>
</blockquote>



<p>Das stimmt. Unsere Art zu sprechen verrät immer etwas über unsere Weltanschauung. Martin Luginbühl, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Basel, merkt hierzu an:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Man muss sich klar machen, dass es keine Sprache ohne Ideologie gibt. Auch die heutige Sprache enthält Ideologien und Wertvorstellungen. Wir sagen etwa «verbrüdern» und «jedermann». Darin steckt das Prinzip, dass der Mann die Norm ist. Auch beim sogenannten «generischen Maskulinum» – also wenn wir «Ärzte» sagen, und damit die Ärztinnen mitmeinen – denken die meisten Menschen an Männer und nicht an beide Geschlechter. Sprache hat einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und auf die Konzepte in unseren Köpfen. (Dschen 2021)</p>
</blockquote>



<p>Was viele nicht wissen: Das generische Maskulinum ist noch gar nicht so alt. Gelehrte der deutschen Grammatik erklärten erst Anfang des 20. Jahrhunderts, dass die männliche Form auch Frauen einschliesst. In die Grammatiken ging diese Regel ab den 1960er-Jahren ein. Davor wurden Frauen durch den Gebrauch der männlichen Form explizit ausgeschlossen. Paarformen und neutrale Formulierungen hingegen sind schon für das Mittelalter belegt (vgl. Doleschal 2013).</p>



<p>Analysen verschiedener Sprachen zeigen, dass es immer wieder Maskulinisierungswellen gab: Sprachliche Formen wurden mit dem Ziel geändert, Frauen aus der Öffentlichkeit auszuschliessen. Im 17. Jahrhundert wurden zum Beispiel im Französischen weibliche Berufsbezeichnungen aus dem Wörterbuch gestrichen (vgl. Gygax, Zufferey &amp; Gabriel 2021, 55–61).   </p>



<p>Irmen &amp; Steiger (2006, 229) rekonstruierten,</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>«wie sich der generische Gebrauch maskuliner Formen nach und nach in den Sprachgebrauch „einschlich“, flankiert von zeitgenössischen Gesellschaftsstrukturen und Weltanschauungen. Die Annahme einer Höherwertigkeit des Maskulinen prägte die Vorstellungen über das grammatische Geschlecht. Diese „patriarchalisch anmaßende Rechtfertigung durch die ‚Meistererzählungen‘ der Grammatiker“ (Bußmann, 1995, S. 144) begründete schließlich das Konzept des generischen Maskulinums.»</p>



<p><br>Die Forderung, dass die weibliche Bevölkerung sprachlich angemessen dargestellt wird, ist vor diesem geschichtlichen Hintergrund demnach nichts weiter als eine Korrektur. Dabei ergibt es Sinn, zugleich weitere diskriminierte Gruppen einzubeziehen, etwa non-binäre Menschen.</p>
</blockquote>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>&nbsp;</td><td><strong>Generisches Maskulinum</strong></td><td><strong>Nennung weiblicher und männlicher Formen</strong></td><td><strong>Genderzeichen und neutrale Formen</strong></td></tr><tr><td>Beispiel</td><td>Die Schweizer haben die Pestizid-Initiative am 13. Juni 2021 abgelehnt.</td><td>Die Schweizerinnen und Schweizer haben die Pestizid-Initiative am 13. Juni 2021 abgelehnt.</td><td>Die Schweizer:innen haben die Pestizid-Initiative am 13. Juni 2021 abgelehnt. &nbsp; Oder: &nbsp; Die Schweiz hat die Pestizid-Initiative am 13. Juni 2021 abgelehnt.</td></tr><tr><td>Ideologie</td><td>Der Mann ist die Norm. </td><td>Es gibt Männer und Frauen.</td><td>Es gibt mehrere Geschlechter. </td></tr><tr><td>Geschlechtermodell</td><td>Männliche Dominanz</td><td>Binäres Geschlechtermodell</td><td>Inklusion aller Geschlechter</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 2: die Ideologie verschiedener Sprechweisen<br></figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was bedeutet eigentlich non-binär?</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Non-binäres Geschlecht</strong>&nbsp;(oder auch&nbsp;<em>nicht-binär</em>) ist nur ein&nbsp;<strong>Oberbegriff</strong>, der einfach bedeutet, dass&nbsp;jemand sich nicht in das herkömmliche, streng zweigeteilte Geschlechtersystem einordnen&nbsp;<em>kann</em>&nbsp;oder&nbsp;<em>will</em>. Ein synonymer Begriff ist&nbsp;<strong>genderqueer</strong>. (Nonbinary.ch)</p>
</blockquote>



<p>Es gibt verschiedene Ausprägungen von non-binärem Geschlecht. Sie beschreiben, wie sich jemand fühlt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Agender</strong>: jemand fühlt sich explizit&nbsp;<em>ohne</em>&nbsp;Geschlecht</p>



<p><strong>Bigender</strong>: jemand fühlt sich als&nbsp;<em>zwei</em>geschlechtlich (z.&nbsp;B. als «Mann&nbsp;<em>und</em>&nbsp;Frau»)</p>



<p><strong>Genderfluid</strong>: das Geschlechtsempfinden ist&nbsp;<em>fliessend,</em>&nbsp;d.&nbsp;h. verändert sich immer wieder (Nonbinary.ch)</p>
</blockquote>



<p>International bekannte Persönlichkeiten  sind Judith Butler, Demi Lovato und Harry Styles. In der Schweiz kennt man zum Beispiel Sascha Rijkeboer, Comedian Edwin Ramirez und  das Model Tamy Glauser, welches kürzlich <a href="https://fb.watch/6Ni24IteZF/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> über ihre Non-Binarität sprach. Wer sich für das Thema interessiert, erhält mit dem Newsletter von Nonbinary.ch viele weitere Informationen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alles klar, nur weiss ich nicht, welche Form ich verwenden soll! Binnen-I, Doppelnennung, Wechselnennung, generisches Femininum, Genderstern, Gender-Gap oder Genderdoppelpunkt?</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Grob gesagt kommt es auf den Kontext, die Zielgruppe und das Ziel an. Welche Formen sind üblich, an wen wende ich mich, was will ich bewirken?</p>



<p>Wenn das wichtigste Ziel ist, Frauen sichtbar zu machen, können zweigeschlechtliche Formen Sinn machen. Um zu provozieren und aufzurütteln, bietet sich das generische Femininum an. Genderstern, -Gap und -doppelpunkt dienen dazu, non-binäre Menschen einzubeziehen.</p>



<p>In einigen Kontexten ist es bereits normal und erwünscht, zu gendern. Tendenziell gilt das bei jüngeren Menschen als Zielgruppe, eher im Privaten als im Beruflichen, wenn es sich um einen eigenen Text handelt, in der Online-Welt und in schriftlicher Form.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Kontext</strong></td><td><strong>tendenziell weniger gendern</strong></td><td><strong>eher gendern</strong></td></tr><tr><td>Zielgruppe</td><td>ältere Menschen</td><td>jüngere Menschen</td></tr><tr><td>Situation</td><td>beruflich</td><td>privat</td></tr><tr><td>Urheberschaft</td><td>Text im Namen des Unternehmens o. Ä.</td><td>eigener Text</td></tr><tr><td>Medium</td><td>gedruckter Text</td><td>Online-Text</td></tr><tr><td>Form</td><td>mündlich</td><td>schriftlich</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 3: Gendern und Kontext</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Bei Schreibweisen mit Genderzeichen stellt sich jeweils die Frage, wie das ins Mündliche transportiert wird. Bei Formen wie Sprecher:innen wird eine Genderpause mit dem sogenannten Glottisschlag gemacht. Das ist ein Knacklaut, der in vielen Sprachen existiert und durch die plötzliche, stimmlose Lösung eines Verschlusses der Stimmlippen gebildet wird. Auf Deutsch erklingt er etwa zu Beginn des Wortes «acht» oder in der Mitte von «vereinen», zwischen «ver» und «einen». Im österreichischen Deutschen und im Schweizer Hochdeutschen tritt der Glottisschlag allerdings nicht auf. Die deutsche Komikerin Carolin Kebekus erklärt den Glottisschlag sehr anschaulich mit dem Lied «Lady Gender Gaga – Alles wird sich gendern (Glottisschlag)»:</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">Lady Gender Gaga – Alles wird sich gendern (Glottisschlag) von Carolin Kebekus</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ich fühle mich nicht wohl bei der Verwendung von Genderzeichen und Glottisschlag.</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das ist völlig verständlich. Mit dieser Veränderung der Sprachpraxis hinterfragen wir Erlerntes und setzen uns Kritik aus. Das kann unangenehm sein. Wir sollten diesen Wandel als Prozess sehen und nachsichtig mit sich selbst und anderen umgehen. Vielleicht beginnt man, indem man das generische Maskulinum hier und dort durch neutrale Formen ersetzt oder Sätze umformuliert. Man kann zuerst schriftlich gendern, nur im privaten Bereich, und nur mit Menschen, die es ebenfalls tun. Je mehr Menschen Genderzeichen und Glottisschlag verwenden, desto normaler und einfacher wird es. Gerade wer in der Öffentlichkeit steht, kann als Vorbild dienen. Im Schweizer Kontext verwendet etwa die Journalistin und Fernsehmoderatorin Bigna Silberschmidt den Glottisschlag (Stand Juli 2021).</p>



<p>Die Nennung zweier Geschlechter in Schrift und Wort ist etabliert und immer noch besser als die eines Geschlechts (generisches Maskulinum), da Erstere ungefähr die Hälfte der Bevölkerung sichtbar macht. Hier gilt es allerdings auf die Reihenfolge zu achten: Das zuerst Genannte wird als wichtiger angesehen  (vgl. Gygax, Zufferey &amp; Gabriel 2021, 39–48).    </p>



<p>Es ist hingegen nicht klar, wie gross der Anteil nicht-binärer Menschen ist. Es gibt aber Studien dazu, beispielsweise eine Online-Umfrage mit 19&nbsp;000 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren aus 27 Ländern des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos. Diese ergab im Mai 2021, dass sich nach 1996 geborene Menschen (Generation Z) eher als transgender identifizieren als ältere Personen (Generation der Babyboomer), nämlich 4&nbsp;% vs. 1&nbsp;%.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="516" src="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclution-genderidentitaet-und-sexuelle-orientierung-nach-generation-1024x516.png" alt="" class="wp-image-1347" srcset="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclution-genderidentitaet-und-sexuelle-orientierung-nach-generation-980x494.png 980w, https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-sprache-inklusion-inklusive-sprache-diversity-inclution-genderidentitaet-und-sexuelle-orientierung-nach-generation-480x242.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung 3: Genderidentität und sexuelle Orientierung nach Generation (Boyon &amp; Silverstein 2021)</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Allerdings ist die Vorstellung, dass sich alle Menschen einem von zwei Geschlechtern zuordnen lassen, nicht sehr alt. Diese kam erst im 19. Jahrhundert mit «dem Wahrheitsanspruch und den Klassifikationsbedürfnissen der modernen Wissenschaft und Medizin» (Kaminiski 2018) auf. Noch im Mittelalter war die Gesellschaft offener, das sieht man zum Beispiel in der Rechtsprechung, die ein drittes Geschlecht berücksichtigte (Kaminiski 2018).</p>



<p>Unsere Geschichtswahrnehmung geht bis ins 20., höchstens 19.&nbsp;Jahrhundert zurück. Das hängt damit zusammen, dass unsere Zeitzeug:innen aus dem 20. Jahrhundert stammen. Deshalb denken viele, dass das generische Maskulinum schon vor den 1950er-Jahren die Norm war, genauso wie die traditionelle Rollenteilung. Wenn eine historische Perspektive einbezogen wird, die über das 19. Jahrhundert hinaus geht, reicht diese höchstens bis in die Antike. Denn die Antike wird generell als die Wiege unserer Gesellschaft gesehen. Dabei geht vergessen, dass die Menschen schon viel länger existieren, nämlich seit gut zwei Millionen Jahren. Erst vor 12&nbsp;000 Jahren begannen Menschen, sesshaft zu werden. Die Schrift wurde vor «nur» 5000 Jahren erfunden. Wir wissen also gar nicht, wie die Menschen davor gesprochen hatten … Vielleicht hatten sie gegendert?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-inklusive-sprache-inklusion-sprache-diversity-inclusion-menschheitsgeschichte-gendern-gendergerechte-sprache-genderneutral-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-1348" srcset="https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-inklusive-sprache-inklusion-sprache-diversity-inclusion-menschheitsgeschichte-gendern-gendergerechte-sprache-genderneutral-1024x713.jpg 1024w, https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-inklusive-sprache-inklusion-sprache-diversity-inclusion-menschheitsgeschichte-gendern-gendergerechte-sprache-genderneutral-980x682.jpg 980w, https://nicole-odermatt.ch/wp-content/uploads/2022/06/lektorat-odermatt-nicole-odermatt-inklusive-sprache-inklusion-sprache-diversity-inclusion-menschheitsgeschichte-gendern-gendergerechte-sprache-genderneutral-480x334.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung 4: Übersicht der Menschheitsgeschichte (Mysteries unsolved)</figcaption></figure>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Okay, das geht mir jetzt aber ein bisschen zu weit. Beschäftigen wir uns wieder mit aktuellen, konkreten Problemen. Zum Beispiel grammatikalischer Art.</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Gute Idee, denn davon gibt es einige (vgl. etwa Krome 2020). Im Wort «die Sprecher:innen» sind ja tatsächlich die weibliche und die männliche Form enthalten. Wie sieht es aber mit «den Sprecher:innen» aus? Eigentlich müsste man «den Sprecher:inne:n schreiben, so wie das im Französischen oft gehandhabt wird: «les étudiant·e·s». Und «Französ:innen»? Hier dominiert die weibliche Form einfach die männliche «Franzosen». Ist das gerechtfertigt, zum Ausgleich für das generische Maskulinum? Ich persönlich denke schon, und so ist es üblich. Im Singular wird es dann komplizierter: «Wer zum*zur Ärzt*in geht …» Da ist Kreativität gefragt – und Sprachexpert:innen, die auf inklusive Sprache spezialisiert sind. </p>



<p>Zudem gibt es viele Werkzeuge. Da sind zum Beispiel die Schreibtipps von genderleicht.de, das Wörterbuch von geschicktgendern.de sowie genderapp.org oder die Leitfäden der Schweizer Bundeskanzlei, von Bildungsinstitutionen und Organisationen (vgl. Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern der Universität Bern 2017, Leonarz M., Schweizer Syndikat Medienschaffender, syndicom – Gewerkschaft Medien und Kommunikation &amp; impressum – die Schweizer Journalistinnen 2015 oder Transgender Network 2020). Gendercampus.ch ist die Plattform für Gender Studies, Equality und Diversity im Schweizer Hochschulraum. Sie informiert mit einem Newsletter über Aktivitäten und Neuigkeiten zu diesen Thema. Fairlanguage.de bietet unter anderem ein Autokorrektur-Tool an (Stand Juli 2023: Fairlanguage.de hat das Tool eingestellt, dafür gibt es nun ein ähnliches Werkzeug von www.witty.works). Die Textagentur Supertext feierte den Pride-Monat mit einem kostenlosen Crashkurs (vgl. Schmuki 2021). Dabei ging es auch darum, wie inklusive Texte von Suchmaschinen gefunden werden (SEO).</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alles klar. Wollen die betroffenen Menschen eigentlich, dass wir unsere Sprache ändern?</strong></h2>



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<p>Das ist ein sehr guter, zentraler Punkt. Ich als Frau möchte sichtbar sein. Ich will nicht mitgemeint werden! Meistens sehe ich mich aber gar nicht primär als weiblich, denn das Geschlecht steht nicht im Vordergrund. Neutrale Begriffe sind also völlig in Ordnung für mich.</p>



<p>Die Queer-Aktivistin Anna Rosenwasser (vgl. 2021) plädiert in der NZZ ebenfalls für Genderzeichen und neutrale Bezeichnungen.</p>



<p>Es ist definitiv wichtig, dass wir den betroffenen Menschen Gehör schenken (vgl. Kaminiski 2018). Wie wärs, wenn wir weniger werten und mehr zuhören? Lies deshalb zum Schluss, welche Sprache das Transgender Network Switzerland in seinem Medienguide empfiehlt:</p>



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<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Angemessene Bezeichnungen</strong></td><td><strong>Zu vermeidende Begriffe</strong></td></tr><tr><td>trans Mensch, Transgender, trans Mann, trans Frau, trans Person (bzw. Selbstbezeichnung der porträtierten Person: bitte nachfragen)</td><td><strong>Abwertend:</strong>&nbsp;Transe, Mann-Weib, ehemaliger Mann / ehemalige Frau, Tranny, Shemale.&nbsp;<strong>Andere Phänomene:&nbsp;</strong>Transvestit, Drittes Geschlecht.</td></tr><tr><td>cis Frau / cis Mann</td><td>normaler Mann, richtiger Mann / normale Frau, richtige Frau</td></tr><tr><td>Geschlechtsangleichung bzw. -anpassung, körperliche Angleichung bzw. Anpassung</td><td>Geschlechtsumwandlung, -änderung, Verwandlung, Mutation, umbauen, umoperieren</td></tr><tr><td>Genetisches Geburtsgeschlecht oder biologisches Geburtsgeschlecht, bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht</td><td>Ursprüngliches Geschlecht, biologisches Geschlecht, eigentliches Geschlecht</td></tr><tr><td>Geschlechtsidentität</td><td>Wunschgeschlecht, Gegengeschlecht, anderes Geschlecht, neues Geschlecht</td></tr><tr><td>geschlechtsneutrale Formulierungen: Kind, Teenager, Person, Mensch</td><td>Mädchen, Tochter, Jugendliche u.&nbsp;Ä. für einen trans Mann / Jungen; Sohn, Kollege u.&nbsp;Ä. für eine trans Frau</td></tr><tr><td>wurde bei der Geburt als Mädchen eingeordnet, kam in einem Körper zur Welt, wie ihn üblicherweise Mädchen haben</td><td>War ein Mädchen bzw. eine Frau, ehemalige Frau, ist biologisch eine Frau</td></tr><tr><td>Gewählter Vorname</td><td>Alter Vorname</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Tabelle 4: Empfehlung, welche Begriffe über trans Menschen vermieden und welche stattdessen verwendet werden sollen (vgl. Transgender Network Switzerland)</figcaption></figure>







<p><strong>Konntest du durch den Blogartikel etwas lernen?</strong></p>



<p>Lass es mich gerne wissen! Möchtest du dich in diesem Thema weiterbilden und oder deine Texte verbessern? Als Diversity-Beraterin, Texterin und Lektorin stehe ich dir mit Vergnügen zur Seite.</p>



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<p><strong>Quellenverzeichnis</strong></p>
<p>Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern (2017): Geschlechtergerechte<br>Sprache. Empfehlungen für die Universität Bern. URL: https://www.unibe.ch/unibe/portal/content/e809/e810/e812/e824/e826/e17401/e554561/e554562/2017GendergerechteSprache_Auflage2_f.Web_ger.pdf<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
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<p><!-- /wp:post-content --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Geschicktgendern.de: Genderwörterbuch. URL: https://geschicktgendern.de/ [zuletzt<br>geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
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<p>Mysteries unsolved: URL: https://i2.wp.com/mysteriesrunsolved.com/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20200712_145119_compress5.jpg?resize=1200%2C835&amp;ssl=1<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
<p>Nonbinary.ch: Symbole für non-binäres Geschlecht. URL: https://www.nonbinary.ch/symbole/<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
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<p>Rocktäschel, L. C. (2021): Richtig gendern für Dummies. Weinheim: Wiley.</p>
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<p>Schweizer Bundeskanzlei (2021): Umgang mit dem Genderstern und ähnlichen<br>Schreibweisen in deutschsprachigen Texten des Bundes. URL: https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/dokumentation/sprachen/hilfsmittel-textredaktion/leitfaden-zum-geschlechtergerechten-formulieren.html<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
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<p>Transgender Network Switzerland: Medienguide. URL: https://www.tgns.ch/de/medien/medienguide/<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
<p>Wikipedia: Pinkwashing. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Pinkwashing [zuletzt<br>geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wikipedia: Soziale Inklusion. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Inklusion<br>[zuletzt geprüft: 14.&nbsp;07.&nbsp;2021].<!-- wp:jetpack/mailchimp {"consentText":"Durch das Absenden des Formulars stimmen Sie zu, dass Ihre E-Mail-Adresse an die Website-Betreiberin sowie an den Newsletter-Betreiber Mailchimp weitergegeben wird, damit Sie Newsletter, Blogartikel, Updates, Marketinginformationen und weitere E-Mails vom Website-Betreiber erhalten. Der Datenschutz ist gewährleistet. Über den  «Abbestellen»-Link in diesen E-Mails können Sie sich jederzeit von diesen Benachrichtigungen abmelden.","errorLabel":"Ups! Es ist ein Fehler aufgetreten und Ihre Abonnement-Buchung konnte nicht bearbeitet werden. Bitte Seite neu laden und erneut versuchen."} --><!-- wp:jetpack/button {"element":"button","uniqueId":"mailchimp-widget-id","text":"Newsletter abonnieren"} /--><!-- /wp:jetpack/mailchimp --></p>
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<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p><p>Der Beitrag <a href="https://nicole-odermatt.ch/2021/07/16/inklusive-sprache-fragen-und-antworten/">Was ist inklusive und gendergerechte Sprache? Fragen und Antworten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nicole-odermatt.ch">Nicole Odermatt</a>.</p>
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